Freitag, 3. März 2017

Gelbe Infanterie - Antreten!

Nach nicht ganz drei Wochen Bearbeitungszeit ist es endlich soweit: Die gelben Fußsoldaten sind komplett bemalt und einsatzbereit:

Was ich nach dieser Zeit definitiv sagen kann, ist: Übung macht den Meister. Denn mit jeder Figur, die ich bemalt habe, wurde ich sicherer. Man probiert hier und da mal unterschiedliche Pinselgrößen aus und schaut, welche Flächen sich womit am besten malen lassen, oder lernt, wie viel Wasser man am besten zu der Farbe gibt, um eine optimale Konsistenz zu erhalten.
Eine praktische Angelegenheit ist neben der Nass-Palette, die ich beim letzten Mal ja schon vorgestellt habe, Poster-Kleber - also diese kaugummiartigen Knetstreifen, die man sich zu kleinen Kügelchen formen kann, um so die Figuren auf einem Deckel zu fixieren, damit man sie besser handhaben kann. Vorher hatte ich doppelseitige Fotoklebestreifen, das ging zwar auch, aber die muss man recht häufig auswechseln, weil sie schnell nicht mehr kleben, wenn man die Figuren häufiger austauscht. Mit dem Posterkleber lies sich das wunderbar beheben. 

Montag, 20. Februar 2017

Farb-Fortschritte und eine praktische Palette

Vor genau einer Woche habe ich mich mit meinem Miniaturen-Bemal-Starter-Set eingedeckt. Genau die richtige Zeit also, um einen ersten Zwischenstand durchzugeben.
Meine erste (schmerzhafte) Erkenntnis war die, dass es zwar riesigen Spaß macht, sich fast zwei Tage am Stück nur mit dem Anmalen von Minis zu beschäftigen, das auf Dauer aber eher ungesund für den Nacken ist. Da bin ich wohl immer so tief über meinen Figuren versunken, dass ich vorübergehend einen steifen Hals bekommen habe. 
Deshalb: Von jetzt an stets erhobenen Hauptes pinseln! 
Des Weiteren sollte man sich definitiv bevor und nicht während man anfängt zu malen einen genauen Plan machen, was man wie und in welcher Reihenfolge bepinseln will. Das fand ich als Anfänger gar nicht so leicht, weil ich abwägen musste, zu welchem Zeitpunkt ich mir eher dunkle oder helle Farben bzw. kleine und schwer zugängliche Flächen vornehmen sollte. Zum Glück habe ich aber recht schnell einen für mich guten Ablauf entdeckt. Hier ist das Endergebnis:

Letztendlich habe ich mich für eine Kombination der zwei Soldaten von letzter Woche entschieden, wo ich mir ja noch nicht ganz sicher war wie ich z.B. den Hut gestalte. Mit dem Ergebnis bin ich jetzt sehr zufrieden. Die schwarze Kopfbedeckung sieht auf jeden Fall besser aus als eine gelbe und der Gürtel, den ich einfach so mal dazu gemalt hatte, gefällt mir auch gut. So wirkt es nicht, als würde der Soldat in einem Ganzkörperanzug stecken.

Dienstag, 14. Februar 2017

Auf die Pinsel, fertig, los!

Brettspiele sind toll! Brettspiele mit Miniaturen sind sogar noch toller. Aber Brettspiele mit bemalten Miniaturen, die sind einfach der Hammer! Das denke ich mir zumindest und deshalb habe ich endlich einen lange gehegten Plan in die Tat umgesetzt und bin jetzt fröhlich am Pinseln. Nichts Großes für den Anfang, im Gegenteil: Zum Üben müssen erstmal meine Risiko-Figuren herhalten. Die sind wahrscheinlich eigentlich zu klein, vor allem wenn man gerade erst startet, aber egal, wird schon gehen. Außerdem kann man blau, grün und schwarz so schlecht unterscheiden - da könnte ich ja Abhilfe schaffen... Probiert hab ich's ja vor Längerem schonmal mit (für alle, die sich auch nur halbwegs mit Miniaturen-Bemalung auskennen, bitte kurz weghören) normaler Acrylfarbe und Serviettenlack, damit die Farbe beim Spielen nicht abgeht. Blöde Idee, ich weiß... Aber jetzt wollte ich die Sache ein wenig professioneller angehen.
Lange habe ich hin und her überlegt, welche Farben ich nehmen soll, von welchem Hersteller, welche Pinsel usw. usw. Am Ende war es eine ganz pragmatische Entscheidung: Ich möchte Beratung, also ab in den Bastelladen für die Pinsel und für den Rest in den Frankfurter Games Workshop. So sah die Ausbeute dann aus:

Da hätten wir zunächst drei Rotmarder-Pinsel von da Vinci in den Größen 2/0, 0 und 2, sowie einen M Shade von Citadel. Dazu kommt ein Primer in Corax White, ebenfalls von Citadel, und folgende Base-Farben (von links nach rechts): Ceramite White, Averland Sunset, Mephiston Red, Bugman's Glow, Caledor Sky, Caliban Green, Rhinox Hide, Mechanicus Standard Grey, Abaddon Black und Leadbelcher, außerdem ein Shade in Nuln Oil (der aber wahrscheinlich erstmal nicht zum Einsatz kommt, weil die winzigen Risiko-Figuren sonst zu dunkel werden).

Sonntag, 5. Februar 2017

Monopoly - Teil 1: Top 5 Hausregeln

Es ist Jahr für Jahr das wohl am häufigsten verkaufte Spiel, obwohl es einen immens hohen Frustfaktor hat. Die einen lieben es, die anderen hassen es und die meisten spielen es falsch. Die Rede ist ganz klar von Monopoly
In der Regel lernt man es als Kind kennen, liest praktisch nie die Anleitung (warum auch, Monopoly kennt schließlich jeder) und leidet dann ein Leben lang unter der unerträglichen Länge des Spiels. Für alle, die dagegen sagen, eine Partie Monopoly unter drei Stunden ist was für Weicheier, hier meine Top 5 der Hausregeln, mit deren Hilfe man die lieben Mitspieler und sich selbst einen ganzen Abend lang beschäftigen kann: 
  1. Ein freies Grundstück, das vom Spieler, der auf dem Feld gelandet ist, nicht gekauft wird, NIEMALS von der Bank versteigern lassen. Die Straße kann nur wirklich dir gehören, wenn du auch direkt darauf landest!
  2. Bauen und handeln kann man NUR, wenn man selbst an der Reihe ist. Stell dir bloß vor, während deines Zuges will jemand anders ein Haus bauen - hey, die Aufmerksamkeit gebührt ganz alleine dir!
  3. Du bist knapp bei Kasse? Leih dir SCHNELLSTMÖGLICH Geld von den Mitspielern. Denn wer kein Geld mehr hat, der verliert. Und wer verliert schon gerne?
  4. Es gibt doppeltes Gehalt, wenn man DIREKT auf Los landet. Mit mehr Geld in der Tasche bleibt man einfach länger im Spiel. Und wer am längsten im Spiel bleibt gewinnt. Ist klar oder?
  5.  Abgaben wie Steuern oder andere Zahlungen an die Bank werden IMMER in die Spielfeldmitte gelegt. Wer auf 'Frei Parken' kommt, kassiert dann den Jackpot. Du weißt ja, mehr Geld in der Tasche und so... 
Damit solltet ihr eine solide Grundlage für ein abendfüllendes Spielerlebnis haben. 
In diesem Sinne: Gute Geschäfte und bis zum nächsten Mal!

Mittwoch, 25. Januar 2017

Elfer raus! - Rezension

Seit seinem Erscheinen 1925 erfreut sich das Kartenspiel Elfer raus! großer Beliebtheit. Ein Klassiker? Irgendwie schon. Aber wie kommt es heute noch an? Ich habe im Folgenden einen genaueren Blick darauf geworfen.

Ziel

Denkbar simpel: Wer zuerst all seine Handkarten loswird, der gewinnt.

Idee

Die Spieler versuchen, ihre Karten in farblich passenden und fortlaufenden Zahlenreihen abzulegen. Wer dabei klug agiert und Karten auch mal zurückhält, kann Mitspieler blockieren oder sie zum Nachziehen zwingen - und dann selbst ganz schnell Schluss machen.

Material

In der Schachtel befinden sich 80 Karten in vier verschiedenen Farben mit den Zahlen von 1 bis 20. Die Qualität der Karten ist super - auch nach dem hundertsten Mischen sind sie noch top in Schuss. Da auf ein Inlay verzichtet wurde, ist die Schachtel klein und kompakt und lässt sich bequem überall mit hin nehmen. 

Vorbereitung

Je nach Spieleranzahl erhält jeder am Anfang zwischen 10 und 20 Karten auf die Hand, der Rest bildet den Nachziehstapel. Besonders in kleinen Runden ist die Vielzahl an Karten zu Beginn etwas schwierig zu handhaben. Mit fortschreitendem Spiel gibt sich das aber zum Glück wieder.